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KI & mein Job

Grundausstattung

Was du brauchst, um anzufangen

Die meisten Aufgaben in diesem Verzeichnis brauchen genau zwei Dinge. Nicht das neueste Werkzeug, nicht das teuerste — zwei Fähigkeiten, die praktisch jedes Chatwerkzeug hat, auch das, was in eurem Haus ohnehin schon freigegeben ist.

Warum hier keine Produktnamen stehen

Weil ich nicht weiß, was auf deinem Rechner läuft. Ich weiß nicht, was eure IT freigegeben hat, ob ihr ein Fachsystem mit eingebauter KI-Funktion habt, wie alt dein Laptop ist und ob du überhaupt etwas installieren darfst. Wer so tut, als kenne er deine Lage, hilft dir nicht.

In den allermeisten Häusern ist ohnehin genau ein Werkzeug freigegeben, und ausgesucht hat es nicht die Anwenderin. Eine Empfehlung, die ein bestimmtes Produkt nennt, geht an dieser Wirklichkeit vorbei.

Deshalb sagt jede Aufgabe hier nur, was ein Werkzeug können muss. Welche Produkte das können, trägt die Seite selbst zusammen — aus den Werkzeugbewertungen. Kommt ein Werkzeug neu dazu, taucht es von allein bei allen Aufgaben auf, zu denen es passt.

Die Grundausstattung

chat

Texte verstehen und schreiben

Die Grundfähigkeit. Ein Gespräch in normaler Sprache, aus dem ein brauchbarer Text entsteht. Kann jedes ernstzunehmende Chatwerkzeug.

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Dateien hochladen und auswerten

Ein Angebot, ein Protokoll, ein Vertragsentwurf, eine Tabelle. Ohne das bleibt es beim Plaudern, damit wird es Arbeit.

Mehr nicht. Wenn du ein Chatfenster vor dir hast, in das du eine Datei ziehen kannst, hast du die Grundausstattung — unabhängig davon, welcher Name darüber steht.

Ein Hinweis, der oft untergeht: Der Unterschied zwischen einem aktuellen und einem zwei Jahre alten Modell ist größer als der Unterschied zwischen zwei aktuellen Modellen verschiedener Anbieter. Wenn dein Werkzeug enttäuscht, lohnt zuerst die Frage, welche Version ihr eigentlich habt.

Die Reihenfolge, in der du suchen solltest

Das ist die Regel aus Kapitel 11 und sie ist wichtiger als jede Werkzeugempfehlung: Fang mit dem an, was schon da ist.

  1. Zuerst

    Was im Haus schon freigegeben ist

    Frag die IT, welches KI-Werkzeug bei euch bereits erlaubt ist. Wenn es eines gibt, ist die schwerste Frage — darfst du das? — bereits beantwortet. Das schlägt jedes bessere Werkzeug, das du nicht benutzen darfst.

  2. Dann

    Was in eurer Software schon eingebaut ist

    In vielen Programmen, die bei euch ohnehin laufen, stecken inzwischen KI-Funktionen: in der Besprechungssoftware, im Buchhaltungssystem, im Warenwirtschaftssystem. Dafür braucht es keine neue Freigabe, oft nicht einmal einen neuen Vertrag.

  3. Erst danach

    Der freie Markt

    Ein Werkzeug, das du dir selbst holst. Hier bist du am schnellsten am Ziel und trägst das größte Risiko — denn ob deine Arbeitsinhalte dort hineindürfen, hat niemand für dich geprüft.

Diese Reihenfolge kostet dich am Anfang ein Gespräch und spart dir hinterher die unangenehmste Frage überhaupt: die, warum ein Kundenname in einem Werkzeug gelandet ist, das niemand freigegeben hat.

Was manche Aufgaben darüber hinaus brauchen

Bei jeder Aufgabe steht, welche dieser Fähigkeiten sie voraussetzt. Steht dort nichts außer der Grundausstattung, geht sie überall. Steht mehr da, weißt du, wonach du suchen — oder was du im Haus anfragen musst.

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Fotos und Scans auslesen

Ein abfotografierter Beleg, ein Bildschirmfoto, ein eingescannter Lieferschein. Etwas anderes als eine Textdatei zu lesen.

bild-erzeugen

Bilder erzeugen

Ein Bild aus einer Beschreibung. Können längst nicht alle Chatwerkzeuge — hier gehen die Produkte deutlich auseinander.

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Im Netz nachschlagen

Aktuellen Stand nachsehen und die Quelle nennen. Ohne das antwortet ein Werkzeug aus dem Gedächtnis — und das hat ein Enddatum.

tiefenrecherche

Tiefenrecherche

Mehrstufig: sucht, liest, sucht weiter und liefert am Ende einen längeren Bericht mit Belegen. Deutlich mehr als einmal nachschlagen — und deutlich langsamer.

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Zahlen und Tabellen auswerten

Rechnet tatsächlich, statt zu schätzen. Der Unterschied ist bei Zahlen entscheidend: Ein Sprachmodell ohne diese Fähigkeit rät plausibel.

vorlagen-speichern

Eigene Vorlagen speichern

Deine Anweisung einmal hinterlegen und immer wieder benutzen. Der eigentliche Hebel bei allem, was sich wöchentlich wiederholt.

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Besprechungen mitschreiben

Hört mit und liefert Zusammenfassung und Aufgabenliste. Meist in der Besprechungssoftware eingebaut — dann läuft die Aufnahme über deren Anbieter.

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Auf dem eigenen Gerät diktieren

Gesprochenes wird zu Text, ohne dass die Aufnahme den Rechner verlässt. Die einzige Fähigkeit, bei der die Datenfrage von selbst kleiner wird.

firmenwissen

Auf eure eigenen Unterlagen zugreifen

Kennt eure Dokumente, Vorgänge und Zahlen. Bekommst du nicht selbst eingerichtet — das ist ein Projekt mit der IT.

unterlagen-gestalten

Unterlagen gestalten

Präsentation, Aushang, Einseiter — Layout und Anordnung, nicht nur der Text darin. Etwas anderes als ein Bild zu erzeugen.

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Programmcode schreiben und ändern

Nicht nur Codeschnipsel vorschlagen, sondern in einem Projekt arbeiten. Vor allem für die Softwareentwicklung, gelegentlich für Auswertungen.

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Abläufe verketten

Ein fester Ablauf: Auslöser, dann Schritt für Schritt. Läuft immer gleich und entscheidet nichts selbst — der Unterschied zum Werkzeug, das selbst handelt.

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Selbst Schritte ausführen

Entscheidet unterwegs, was als Nächstes zu tun ist, und tut es: schreibt Dateien, verschickt, klickt. Eigene Risikoklasse — hier zählt, was das Werkzeug ohne Rückfrage darf.

Wenn ihr nichts davon habt

Dann ist das kein Grund, die Seite zuzuklappen. Bei jeder Einsatzmöglichkeit steht auch, was es gäbe, wenn es im Haus vorhanden wäre. Das ist ausdrücklich als Argument gedacht: Eine benannte Aufgabe, ein geschätzter Zeitgewinn und eine ehrliche Angabe dessen, was dabei schiefgehen kann, ist etwas anderes, als mit „wir sollten mal was mit KI machen" ins Gespräch zu gehen.

Du musst dafür nicht Recht behalten. Es reicht, wenn die Frage im Haus gestellt wird.

Was die Grundausstattung nicht regelt

Ob du etwas benutzen darfst, hat mit dem Werkzeug wenig und mit deinen Arbeitsinhalten viel zu tun. Dafür gibt es die Datenampel aus Kapitel 9:

Jede Einsatzmöglichkeit trägt eine dieser drei Stufen — und zwar für die Aufgabe, nicht für das Werkzeug. Was ein bestimmtes Produkt darf, steht in der Werkzeugbewertung. Wie diese Einordnungen zustande kommen, steht unter Wie ich Werkzeuge bewerte.

Und die Regel, die über allem steht: Frag zuerst im Haus. Diese Seite kennt weder euren Auftragsverarbeitungsvertrag noch eure Betriebsvereinbarung. Sie ersetzt keine Rechts- oder Datenschutzberatung.


Die Einsatzmöglichkeiten sind noch in Arbeit

Diese Seite steht zuerst, weil sonst in jeder einzelnen Anleitung dasselbe stünde. Die ersten Aufgaben je Fachbereich sind in Vorbereitung.

Sag mir Bescheid, wenn es losgeht