Qwen (Qwen Studio, früher Qwen Chat)
Ein kostenloses Chatfenster aus dem Alibaba-Konzern. Es kann viel — für betriebliche Unterlagen fehlt die Grundlage: kein Vertrag, kein Schalter gegen das Training, Verarbeitung in Singapur und China.
Darfst du es benutzen?
- Bleibt draußen Alles auf qwen.ai — das kostenlose Chatfenster, die Apps und die Programmierschnittstelle, also das, was fast jeder meint, wenn er „Qwen“ sagt
Die Bedingungen sagen selbst, dass alles Hineingegebene als nicht vertraulich gilt und Alibaba dir keine Verschwiegenheit schuldet. Dazu kommen: kein Auftragsverarbeitungsvertrag, die ausdrückliche Erlaubnis zur Verwendung deiner Eingaben, kein Schalter dagegen. Jeder dieser Punkte allein genügt — unabhängig davon, wo gerechnet wird.
- Darf rein Alibaba Cloud Model Studio — der Cloudzugang, den eure IT einrichtet und auf dem sie etwas für euch baut
Hier gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, Alibaba schließt die Verwendung eurer Daten zum Modelltraining ausdrücklich aus, und eure Daten können in Frankfurt liegen. Was dein Arbeitgeber darauf gebaut und freigegeben hat, darfst du benutzen.
- Ja
- Nein
- Beim kostenlosen Qwen liegen die Daten laut Anbieter in Singapur und Festlandchina, weitere Dienstleister können in anderen Ländern sitzen; für Übermittlungen aus Europa nennt Qwen die EU-Standardvertragsklauseln. Eine europäische Verarbeitung lässt sich dort nicht wählen. Auf dem Cloudweg gibt es die Region Frankfurt; ruhende Daten bleiben laut Anbieter in der gewählten Region. Wo gerechnet wird, ist eine zweite Einstellung, die beim Einrichten des Arbeitsbereichs mitgewählt wird — wer auch die Berechnung in der EU halten will, braucht dafür Frankfurt und den EU-Bereich zusammen. Unabhängig vom Speicherort bleibt Alibaba ein chinesischer Konzern; was das Unternehmen an Behörden herausgeben darf, richtet sich nach eigener Angabe nach dem Recht der Volksrepublik China.
Was kann es?
- Ja Texte verstehen und schreiben
- Ja Dateien hochladen und auswerten
- Ja Fotos und Scans auslesen
- Ja Bilder erzeugen
- Ja Im Netz nachschlagen
- Ja Tiefenrecherche
- Unklar Zahlen und Tabellen auswerten
- Nein Eigene Vorlagen speichern
- Nein Besprechungen mitschreiben
- Nein Auf dem eigenen Gerät diktieren
- Nein Auf eure eigenen Unterlagen zugreifen
- Unklar Unterlagen gestalten
- Nein Programmcode schreiben und ändern
- Unklar Abläufe verketten
- Nein Selbst Schritte ausführen
Wofür es taugt — und wofür nicht
Dafür taugt es
- Einen Text entwerfen, kürzen, sortieren oder übersetzen — mit erfundenen Namen und Zahlen
- Eine Frage recherchieren lassen, bis ein Bericht mit Quellen dasteht
- Ein Foto oder einen Scan auslesen lassen, um zu sehen, wie gut das überhaupt geht
- Ausprobieren, was diese Sorte Werkzeug kann, ohne dafür etwas zu bezahlen oder jemanden zu fragen
- Auf dem Cloudweg: ein Werkzeug, das eure IT für einen bestimmten Zweck baut und euch hinstellt
Dafür nicht
- Alles Betriebliche im kostenlosen Konto — Kundennamen, Personaldaten, Preise, Verträge, unveröffentlichte Zahlen
- Eine Besprechung mitschreiben lassen
- Eure Ablage durchsuchbar machen — dafür ist in Europa nichts fertig da
- Zahlen aus einer Tabelle oder einem Beleg ungeprüft weiterverwenden
- Eine bearbeitbare Präsentation oder ein fertig gestaltetes Word-Dokument erwarten
Welche Aufgabe löst es?
Qwen ist ein Chatfenster wie ChatGPT: Du schreibst hinein, es antwortet. Es kostet nichts, es gibt Apps für Handy und Rechner, und du kannst dir heute Nachmittag ein Konto anlegen, ohne jemanden zu fragen.
Zuerst das, was für Verwirrung sorgt: Qwen Chat und Qwen Studio sind dasselbe. Der Dienst hieß eine Weile Qwen Chat, auf den neuen Seiten heißt er Qwen Studio, die alte Adresse führt weiterhin dorthin. Wenn dir jemand das eine empfiehlt und du findest das andere, hast du das Richtige vor dir.
Wo es stark ist. Beim Recherchieren. Die Funktion heißt „DeepResearch”: Du gibst eine Frage ein, das Werkzeug sucht mehrstufig, liest Webseiten, bezieht deine hochgeladenen Dateien mit ein und legt am Ende einen Bericht mit Quellen vor. Dateien liest es breit — PDF, Excel, CSV, Bilder, sogar Ton- und Videoaufnahmen. Bilder erzeugen kann es auch.
Wo es dünn wird. An drei Stellen sagen wir „wissen wir nicht”, statt zu raten, und alle drei betreffen genau das, was im Büroalltag zählt.
Ob Qwen bei einer Tabelle wirklich rechnet oder die Zahl nur plausibel hinschreibt, steht in keiner Unterlage. Der Unterschied ist bei Zahlen der ganze Unterschied. Solange das offen ist, gehört jede Summe nachgeprüft.
Eine Anweisung dauerhaft hinterlegen kannst du nicht — einmal aufschreiben, wie die monatliche Auswertung aussehen soll, und sie danach nicht mehr erklären müssen. Genau das fehlt, und es ist ausgerechnet der Hebel, der im Alltag am meisten bringt. Es gibt eine Gedächtnisfunktion, die sich Dinge aus früheren Gesprächen merkt; die entscheidet aber selbst, was sie behält. Das ist nicht dasselbe wie eine Vorlage, auf die du dich verlassen kannst.
Und eine fertige Präsentation oder ein Word-Dokument liefert es nicht. Es baut Webseiten und Grafiken; eine bearbeitbare Datei mit ordentlichem Layout sagt Alibaba nirgends zu.
Wofür es nicht taugt. Besprechungen mitschreiben: nein. Eine fertige Aufnahme kannst du hochladen und zusammenfassen lassen, aber es setzt sich nicht in euren Termin. Eure Ablage durchsuchbar machen: auch nein — dazu gleich mehr, denn das ist die interessanteste Lücke an diesem Werkzeug.
Darfst du es benutzen?
Die kurze Antwort für das kostenlose Qwen: Nein, nichts Betriebliches.
Das ist hier keine vorsichtshalber gewählte Stufe. Vier Dinge kommen zusammen, und jedes einzelne würde schon reichen.
Alibaba schuldet dir keine Verschwiegenheit — und sagt das selbst. In den Nutzungsbedingungen steht, alles, was du hineingibst, gelte als nicht vertraulich; eine Pflicht zur Verschwiegenheit bestehe nicht, solange es keinen gesonderten Vertrag gibt. Ein paar Zeilen darüber sicherst du sogar zu, dass deine Eingaben nichts Vertrauliches enthalten. Das ist kein Kleingedrucktes, über das man streiten müsste: Wer Betriebliches hineingibt, bricht damit die eigene Zusage.
Es gibt keinen Vertrag. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag — das Papier, mit dem ein Anbieter deinem Arbeitgeber zusichert, wie er mit euren Daten umgeht — ist für Qwen nicht veröffentlicht. Vertragspartner ist eine Gesellschaft in Singapur, es gilt das Recht Singapurs, und zuständig sind die Gerichte dort.
Deine Eingaben dürfen verwendet werden. Die Bedingungen erlauben Alibaba ausdrücklich, das, was du hineinschreibst, zur Verbesserung der Dienste und zur Entwicklung ihrer KI-Technik zu benutzen — auch für andere Kunden. Dazu kommt eine sehr weit gefasste Lizenz an deinen Inhalten. Und anders als bei ChatGPT, Claude oder Mistral gibt es keinen Schalter, mit dem du das abstellst: In den Bedingungen kommt keiner vor.
Zwei Kleinigkeiten, die im Alltag mehr ausmachen, als sie aussehen. Wenn du bei einer Antwort auf „Daumen hoch” oder „Daumen runter” drückst, wird die ganze Unterhaltung dazu gespeichert — wer sich das angewöhnt hat, gibt mehr weiter, als er denkt. Und die Version für den Rechner bewirbt Alibaba selbst damit, dass du mit ihr über deine E-Mails, Bildschirmfotos und „alles auf deinem Bildschirm” sprechen kannst. Das ist bequem und sollte dir bewusst sein, bevor du sie neben dem geöffneten Postfach laufen lässt.
Verarbeitet wird in Singapur und Festlandchina. Das steht so in Qwens eigener Datenschutzerklärung. Eine europäische Verarbeitung lässt sich dort nicht auswählen.
Was heißt das praktisch? Keine Kundennamen, keine Personaldaten, keine Preise, keine Verträge, keine Zahlen, die noch nicht veröffentlicht sind. Auch nicht „nur mal schnell zum Umformulieren”.
Was geht: alles, was niemandem gehört. Eine Formulierung suchen, ein Thema nachschlagen, eine Musterrechnung mit erfundenen Zahlen durchspielen, ausprobieren, was diese Sorte Werkzeug überhaupt kann. Dafür ist es geeignet, und dafür kostet es nichts.
Der andere Weg — und woran du ihn erkennst
Es gibt eine Variante, bei der die Antwort anders lautet, und sie heißt Alibaba Cloud Model Studio. Das ist kein Chatfenster für Beschäftigte, sondern eine Cloudplattform, auf der eure IT etwas baut. Dort gilt:
- Es gibt einen Vertrag, in dem Alibaba nur das tun darf, was euer Haus anweist.
- Alibaba schreibt wörtlich, eure Daten würden niemals zum Modelltraining verwendet.
- Es gibt eine Region Frankfurt; eure Daten können in Europa liegen.
Wenn dein Arbeitgeber darauf etwas gebaut, den Vertrag unterschrieben und dir einen Zugang gegeben hat, dann darfst du damit arbeiten — mit dem, was zu deiner Arbeit gehört. Auch mit Namen, auch mit Zahlen, auch mit den Gehaltslisten, wenn Lohnbuchhaltung dein Beruf ist. Dafür ist der Vertrag da. Zögern ist an dieser Stelle keine sichere Wahl, sondern nur eine, deren Preis auf keiner Liste steht.
Ein Punkt gehört dazu, den kein Vertrag wegräumt. In seinem eigenen Leitfaden für Behördenanfragen schreibt Alibaba, was es herausgeben darf, richte sich nach chinesischem Recht; geregelt sind dort ausdrücklich nur Anfragen von Behörden außerhalb Festlandchinas. Das ändert nichts an deiner Erlaubnis — im Vertrag steht, dass Alibaba euch über solche Anfragen unterrichten und unberechtigte abwehren muss. Prüfen sollte euer Haus es trotzdem einmal, denn für China gibt es keine Pauschalfreigabe der EU. Das macht euer Datenschutzbeauftragter, nicht du. Der Satz dafür:
Haben wir für Model Studio geprüft, ob wir Daten nach China geben dürfen?
Danach kannst du weiterarbeiten und musst nicht bei jeder Datei neu überlegen. Dieselbe Frage stellt sich bei amerikanischen Anbietern übrigens auch; sie steht dort in den Bewertungen genauso.
Du erkennst diesen Weg meistens daran, dass du ihn gar nicht als „Qwen” siehst: Was du benutzt, heißt dann anders und ist ein Programm eures Hauses. Wo „Qwen” über der Tür steht und du dich mit deiner E-Mail-Adresse anmelden konntest, ist es das kostenlose Konto — auch wenn deine Arbeitsadresse hinterlegt ist und auch wenn es im Haus alle benutzen.
Wenn du unsicher bist, ist das die eine Frage an deine IT:
Läuft unser Qwen-Zugang über Alibaba Cloud Model Studio mit Vertrag — oder ist das ein kostenloses Konto auf qwen.ai?
Kommt „Model Studio” zurück, darfst du arbeiten. Ein Punkt lohnt sich trotzdem weiterzugeben — nicht weil deine Erlaubnis daran hinge, sondern weil er bei einer Freigabe gern untergeht und danach niemandem mehr auffällt:
Steht unser Arbeitsbereich auf Frankfurt und die Berechnung auf „nur EU”?
Das sind bei Alibaba nämlich zwei getrennte Einstellungen. Frankfurt sagt, wo eure Daten liegen; wo gerechnet wird, wird beim Einrichten daneben ausgewählt und kann auch außerhalb der EU sein. Wenn euer Haus die Verarbeitung in Europa halten will, braucht es beides. Entscheiden kannst du das nicht — nachsehen kann es jemand in zwei Minuten.
Passt es in deinen Ablauf?
Qwen steht neben deiner Arbeit, nicht darin. Ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, und du kopierst hin und her. In Word, Excel oder Outlook sitzt nichts, und Anbindungen an euer Postfach, euren Kalender oder eure Ablage gibt es nicht.
Das ist der Punkt, an dem dieses Werkzeug im Vergleich am deutlichsten zurückfällt. Bei den anderen großen Chatwerkzeugen ist inzwischen der interessante Teil, dass sie eure Unterlagen kennen. Qwen kennt nur die Datei, die du gerade hochlädst.
Auf dem Cloudweg gäbe es eine verwaltete Wissensbasis — die ist laut Anleitung aber nur in der Region Peking verfügbar. In Frankfurt nicht. Wer das in Europa haben will, muss es sich aus mehreren Diensten selbst bauen lassen. Das ist kein Nachmittag, das ist ein Projekt.
Einrichten kannst du das kostenlose Qwen allein — dafür brauchst du niemanden. Das ist aber nur die Frage, ob es geht, nicht die, ob du darfst. Die steht oben.
Was kostet es dich?
In Geld: nichts. Es gibt keinen Bezahltarif für Einzelne, und eine verbindliche Zusage, dass es kostenlos bleibt, gibt es auch nicht.
Der Cloudweg wird nach Verbrauch abgerechnet, nicht pro Kopf. Kleine Modelle kosten Bruchteile eines Dollars für sehr viel Text, leistungsfähige einige Dollar; Bild, Ton und Video liegen deutlich darüber. Das ist eine Rechnung, die eure IT aufmacht, nicht du.
Der Preis, der auf keiner Rechnung steht, ist hier ein besonderer. Bei anderen Werkzeugen ist es die Umgewöhnung. Hier kommt etwas dazu: Du kannst dich mit Qwen nicht in deine echte Arbeit einarbeiten. Was du übst, übst du mit erfundenen Zahlen — und den Schritt zu deinen echten Unterlagen machst du nie.
Deshalb die ehrliche Empfehlung: Wenn in eurem Haus ein Werkzeug freigegeben ist, nimm das. Wenn du wissen willst, was diese Sorte Werkzeug kann, und keins hast, ist Qwen dafür ein brauchbares Übungsgelände — kostenlos, ohne Anmeldung bei der IT, und mit erfundenen Daten so lehrreich wie jedes andere. Nur eben ein Übungsgelände.
Worauf ich achten würde
Diese Bewertung entstand aus den Unterlagen von Qwen und Alibaba Cloud, ohne eigenen Dauereinsatz.
Ich würde nicht darauf warten, dass ein Trainingsschalter auftaucht. Bei ChatGPT, Claude und Mistral gibt es ihn, hier nicht — und die Bedingungen sind deutlich weiter formuliert als dort. Solange das so ist, ändert auch ein sorgfältiger Umgang nichts an der Grundlage.
Der Satz, der mich am meisten überzeugt, steht in Qwens eigenen Bedingungen und nicht in irgendeiner Einschätzung von außen: dass Eingaben als nicht vertraulich gelten und keine Verschwiegenheit geschuldet ist. Wo ein Anbieter das selbst hinschreibt, muss man ihm nichts unterstellen — man muss es nur lesen.
Bei „wir haben doch Qwen im Haus” würde ich zweimal nachfragen. Dass es alle benutzen und deine Arbeitsadresse hinterlegt ist, beweist gar nichts. Der Unterschied zwischen dem kostenlosen Konto und dem Cloudvertrag ist hier größer als bei jedem anderen Werkzeug in diesem Verzeichnis — und von außen sieht man ihn nicht.
Beim Cloudweg würde ich neben der Region auch die Berechnung nachsehen lassen. Nicht weil davon abhinge, ob du arbeiten darfst — der Vertrag gilt so oder so —, sondern weil euer Haus sonst womöglich glaubt, es rechne in Europa, und tut es nicht.
Beim Behördenzugriff würde ich weder beruhigen noch dramatisieren. Mir ist kein Fall bekannt, in dem chinesische Stellen auf europäische Alibaba-Cloud-Kunden zugegriffen hätten — und es gibt auch keine Zusage, dass es ihn nicht geben kann. Was es gibt, ist ein Konzern, der selbst sagt, was er herausgeben darf, richte sich nach chinesischem Recht. Damit muss niemand aufhören zu arbeiten. Es sollte nur einmal jemand geprüft haben, der das darf.
Wenn du eine Wissensbasis für eure eigenen Unterlagen suchst, ist das hier nicht das Werkzeug — jedenfalls nicht in Europa und nicht ohne Eigenbau.
Zwei Dinge blieben offen. Ob bei Tabellen tatsächlich gerechnet wird, sagt keine Unterlage — die Produktseite verspricht Auswertungen, nennt aber kein Rechenwerkzeug. Und wie lange Unterhaltungen gespeichert bleiben und wie schnell eine Löschung wirkt, nennt Qwen nicht: Es gibt nur zweckabhängige Kriterien und keine Frist.
Die Nutzungsbedingungen, die Datenschutzerklärung, die Nutzungsrichtlinie und die Produktseiten wurden für diese Bewertung im Wortlaut gelesen.
Kurz zusammengefasst
- Eigener Ablauf daneben — Ein zweites Fenster, ein zweiter Ort, ein zweiter Arbeitsschritt. Hier sterben die meisten Werkzeuge.
- Ja
- Kostenlos
- qwen.ai im Browser · Apps für iPhone, Android, Windows und macOS · Qwen Code für die Kommandozeile, ein eigenes Programm für die Softwareentwicklung · Über Alibaba Cloud als Baustein in Software, die euer Haus selbst baut · Die Version für den Rechner kann auf Bildschirm, Dateien und Postfach zugreifen
- Buchhaltung · Vertrieb · Einkauf · Personal · Kundendienst · Projektmanagement · Marketing · Softwareentwicklung
Woher das stammt
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Die Qwen-Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 19. Mai 2026 gelten für „Qwen Studio and other services accessible via qwen.ai (collectively „Services"), made available by Alibaba Cloud (Singapore) Private Limited". Zur Vertraulichkeit sichert die Nutzerin selbst zu, dass ihre Eingaben „are not confidential or proprietary" (III.2.c.v); ergänzend heißt es - "all User Content shall be deemed to be non-confidential and non-proprietary. We shall not be under any obligation of confidentiality to you regarding any User Content unless agreed otherwise in a separate direct contract between you and us or required under applicable law" (III.3.c). Zur Verwendung heißt es - "we may process any User Content to improve our services and/or develop new products and services (including without limitation for our internal business purposes and/or for other customers). You hereby expressly authorise and consent to us: (i) using and storing User Content that is not personal data to develop and improve our machine-learning and artificial-intelligence technologies; and (ii) processing and storing such User Content outside of the jurisdiction where you are using the Services" (III.3.e). Daneben dürfen Leistungs-, Nutzungs-, Diagnose- und Inferenzdaten zur Verbesserung verwendet werden (III.3.f). Qwen erhält an User Content eine „unconditional, irrevocable, non-exclusive, royalty-free, fully transferable, sub-licensable, perpetual, worldwide licence". Es gilt das Recht Singapurs und die ausschließliche Zuständigkeit der Gerichte Singapurs. Zur Verlässlichkeit heißt es, Ausgaben könnten „inaccurate, misleading, incomplete, erroneous, or lack context" sein; die Nutzerin „must not depend solely on the Outputs from our Services for any factual information or as a definitive source of truth". Eine Einstellung, mit der sich die Verwendung neuer Unterhaltungen zur Dienst- oder Modellverbesserung abschalten ließe, kommt im gesamten Text nicht vor. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist für diesen Weg nicht veröffentlicht.
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Die Qwen-Datenschutzerklärung in der Fassung vom 19. Mai 2026 hält zum Ort wörtlich fest - "We store or process personal data described in section I. How We Collect Your Personal Data in Singapore and Mainland China." Konzerngesellschaften in Singapur und Festlandchina erhalten begrenzten Fernzugriff; weitere Dienstleister und Partner können außerhalb des Wohnsitzlandes sitzen, deren Datenschutzrecht „may not be as protective" ist. Für Übermittlungen aus EU, EWR, Schweiz und Vereinigtem Königreich nennt Qwen Angemessenheitsbeschlüsse, soweit vorhanden, sonst die Standardvertragsklauseln nach Artikel 46 DSGVO. In der Zwecktabelle steht als eigener Zweck „To train and improve the accuracy, performance, and quality of our services (including our AI models)"; als Datenart sind dort „De-identified User Content" und „Feedback" genannt, als Rechtsgrundlage das berechtigte Interesse. Ein weiterer Zweck, „To develop and improve our Services, and to conduct research and statistical analysis", nennt dagegen User Content ohne diese Einschränkung, ebenfalls auf Grundlage berechtigten Interesses. Wer eine Ausgabe mit Daumen hoch oder runter bewertet, dessen zugehörige Unterhaltung wird als Teil des Feedbacks gespeichert. Eine „Memory"-Funktion behält Angaben aus Unterhaltungen für spätere Gespräche. Eine feste Speicherfrist nennt die Erklärung nicht, sondern nur zweckabhängige Kriterien; Betroffenenrechte werden zugesagt, eine Bearbeitungs- oder Löschfrist nicht. Kontakt ist DPO_qwenlm-intl@service.alibaba.com. Eine wählbare europäische Datenhaltung ist nicht vorgesehen.
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Die Usage Policy - Stand 21. März 2025 und damit älter als Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung - hält wörtlich fest - "We use automated systems, human review, and user reports to enforce these policies." Menschlicher Zugriff auf Inhalte ist damit grundsätzlich möglich. Wie Inhalte für eine Prüfung ausgewählt werden, welche Rollen zugreifen dürfen und wie lange geprüfte Inhalte gespeichert bleiben, steht dort nicht. Für Entscheidungen mit hohem Risiko verlangt die Richtlinie, dass eine fachkundige Person die Ausgabe vor der Verwendung prüft.
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Die Produktseite beschreibt Qwen Studio als kostenlosen Dienst - "It's free to use, open to all" - im Browser sowie als App für iOS, Android, Windows und macOS. Zum Hochladen heißt es - "By uploading structured or unstructured data files, such as CSV, Excel, or text documents, Qwen Studio can automate data analysis, generate concise summaries, and create insightful visualizations. With the ability to process up to 1 million tokens". Eine Obergrenze für Dateigrößen nennt die Seite nicht, ebenso wenig ein Rechenwerkzeug, das Zahlen tatsächlich ausrechnet. Weiter genannt sind ein Denkmodus, Websuche mit Quellenangabe, Verständnis von Ton, Bild und Video sowie - "Ask Qwen Studio to create images and videos using a simple prompt or detailed paragraph." „Artifacts" ist auf HTML und SVG beschränkt. Die Übersichtsseite führt als Funktionen Image Edit, Thinking, Search, Web Dev, Artifacts, Deep Research, Image Generation und Video Generation; eine Funktion zum Hinterlegen eigener Anweisungen ist nicht darunter. Zur Desktop-App heißt es - "Chat about email, screenshots, files, and anything on your screen." Die frühere Bezeichnung Qwen Chat und die Adresse chat.qwen.ai führen zum selben Dienst; eine förmliche Mitteilung über die Umbenennung mit Stichtag gibt es nicht.
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Qwen beschreibt DeepResearch als mehrstufige Recherche: Rechercheplan, mehrere Suchstränge, Lesen von Webseiten, Einbeziehen hochgeladener PDF-, Excel- und Bilddateien und am Ende ein längerer Bericht mit Quellen, wahlweise als Bericht, Webseite oder Podcast. Es gibt einen normalen und einen ausführlicheren Modus.
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Die Qwen API Platform wird unter qwen.ai angeboten und fällt damit unter dieselben Nutzungsbedingungen wie das Chatprodukt. Eine eigene Datenschutzregelung, ein eigener Auftragsverarbeitungsvertrag oder eine feste Speicherfrist für diese Variante sind auf der Qwen-Website nicht veröffentlicht.
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Qwen Code ist ein eigenständiges quelloffenes Werkzeug für Terminal und Entwicklungsumgebung. Es kann große Codebestände untersuchen, Dateien bearbeiten, Befehle ausführen und Qwen-Modelle aus dem Cloudangebot als Grundlage verwenden. Es ist nicht die Chatoberfläche auf qwen.ai.
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Der Datenschutzhinweis zu Alibaba Cloud Model Studio hält wörtlich fest - "Alibaba Cloud strictly protects your data privacy and will never use your data for model training." Daneben nennt die Seite einen SOC-2-Nachweis und die Verschlüsselung nach AES-256. Davon zu unterscheiden ist ein vom Kunden selbst gestartetes Anpassen eines Modells mit eigenen Trainingsdaten - das ist eine Weisung des Kunden und kein Training der Basismodelle.
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Für die automatische Optimierung von Anweisungen hält die Anleitung fest, dass die dabei verarbeiteten Daten nicht gespeichert und nicht zum Training verwendet werden.
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Der „User Information Legal Enquiry Guide" von Alibaba Cloud hält zur eigenen Auskunftsfähigkeit fest, diese sei „governed by PRC laws and regulations and/or the laws and regulations of other applicable jurisdictions". Der Leitfaden richtet sich ausdrücklich an Strafverfolgungsbehörden außerhalb Festlandchinas - "This Guide is intended for law enforcement agencies outside of Mainland China"; ein entsprechendes Verfahren für Anfragen von Behörden aus Festlandchina ist dort nicht beschrieben. Eine Zusage, betroffene Kunden über eine Herausgabe zu unterrichten, enthält der Leitfaden nicht. Alibaba behält sich zudem vor, bei dringenden Anfragen mit unmittelbarer Gefahr freiwillig Auskunft zu erteilen.
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Artikel 7 des Nationalen Geheimdienstgesetzes der Volksrepublik China lautet in der Übersetzung von China Law Translate - "All organizations and citizens shall support, assist, and cooperate with national intelligence efforts in accordance with law, and shall protect national intelligence work secrets they are aware of." Artikel 14 ergänzt - "National intelligence work institutions lawfully carrying out intelligence efforts may request that relevant organs, organizations, and citizens provide necessary support, assistance, and cooperation." Eine Regelung dazu, ob und wie weit diese Pflichten auf Tochtergesellschaften außerhalb Festlandchinas und auf dort gespeicherte Daten durchgreifen, enthält das Gesetz nicht; die Reichweite ist rechtlich umstritten.
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Artikel 35 des Datensicherheitsgesetzes der Volksrepublik China lautet in der Übersetzung von China Law Translate - "Public security organs and state security organs collecting data as necessary to lawfully preserve national security or investigate crimes shall follow relevant state provisions and complete strict approval formalities to do so, and relevant organizations and individuals shall cooperate." Artikel 48 stellt eine Weigerung mit Geldbußen unter Strafe. Zum räumlichen Geltungsbereich bestimmt Artikel 2 - "This law applies to data handling activities and security regulation carried out within the [mainland] territory of the People's Republic of China"; für Handlungen außerhalb greift das Gesetz nur, soweit sie die nationale Sicherheit oder Interessen der Volksrepublik schädigen. Artikel 36 verbietet umgekehrt, in China gespeicherte Daten ohne Genehmigung an ausländische Justiz- oder Strafverfolgungsbehörden herauszugeben. Für die Volksrepublik China besteht kein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission.
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Das Alibaba Cloud Data Processing Addendum gilt, soweit Alibaba Cloud bei der Bereitstellung eines Cloud-Dienstes personenbezogene Daten im Member Content als Auftragsverarbeiter verarbeitet. Es enthält die Verarbeitung nur auf dokumentierte Weisung, die Zweckbindung auf die Bereitstellung der Dienste, Vertraulichkeitspflichten für autorisiertes Personal, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen, Unterstützung bei Betroffenenrechten, Regeln für Unterauftragsverarbeiter samt einer im Konto einsehbaren Liste und einer Ankündigungsfrist von zehn Werktagen, die Meldung bestätigter Sicherheitsvorfälle ohne unangemessene Verzögerung sowie Rückgabe oder Löschung nach Vertragsende. Für Drittlandübermittlungen sind die EU-Standardvertragsklauseln nach dem Durchführungsbeschluss 2021/914 einbezogen - Modul 2, wenn der Kunde Verantwortlicher ist, Modul 3, wenn er Auftragsverarbeiter ist; für Klausel 17 gilt niederländisches Recht mit Gerichtsstand in den Niederlanden. Damit greifen auch die Klauseln der Standardvertragsklauseln zu Behördenzugriffen, die den Datenimporteur zur Unterrichtung des Exporteurs und zur Anfechtung unrechtmäßiger Anordnungen verpflichten. Eine gesonderte Regelung zu Behördenanfragen enthält das Addendum daneben nicht. Welche Vertragspartei, welche Dienste und welche Fassung im Einzelfall gelten, ergibt sich aus dem konkreten Vertrag.
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Die Regionenseite nennt sechs Regionen, darunter Germany (Frankfurt) mit dem Code eu-central-1. Sie unterscheidet Region und „Service Deployment Scope"; der Scope bestimmt den „inference execution location", also wo die Berechnung ausgeführt wird. Zum Speicherort ruhender Daten heißt es, „your static data always remains in the selected region". Der Scope EU beschränkt die Berechnung auf Knoten in der EU; beim Scope Global kann sie auf „any available node, including within and outside China" laufen. Region und Scope sind damit zwei getrennte Einstellungen - Frankfurt allein genügt für eine auf die EU begrenzte Verarbeitung nicht. Nicht jedes Modell und nicht jede Funktion ist in Frankfurt verfügbar.
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Model Studio hat eine Wissensbasis mit Rückgriff auf eigene Unterlagen. Sie ist privat für den jeweiligen Arbeitsbereich, nur von berechtigten Mitgliedern verwaltbar, wird nicht zum Training und nicht zur Beantwortung von Fragen anderer Kunden verwendet. Laut Anleitung ist diese eingebaute Funktion nur in China, Region Peking verfügbar - nicht in Singapur und nicht in Frankfurt. Die Anwendungsentwicklung in Singapur ist zusätzlich auf Bestandskunden vor dem 21. April 2025 beschränkt und als Vorschau gekennzeichnet.
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Model Studio bietet eingebaute und eigene Prompt-Vorlagen mit Variablen, Abruf über die Schnittstelle, Versionierung und Zusammenarbeit im Team. Die Anleitung beschränkt diese Funktion derzeit auf die Region Singapur; für Frankfurt ist sie nicht belegt.
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Basis- und erweiterte Überwachungsdaten werden standardmäßig 30 Tage gespeichert. Protokolle mit den vollständigen Eingaben und Ausgaben werden nur aufgezeichnet, wenn der Kunde diese Funktion einschaltet; sie landen dann im Log Service und bleiben dort nach der vom Kunden eingestellten Aufbewahrung liegen. Die Aufzeichnung lässt sich wieder abschalten.
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Die Fragen und Antworten zu Model Studio halten fest, dass die Konsole höchstens 100 Gesprächsverläufe anzeigt und für gespeicherte Verläufe im Playground keine zeitliche Begrenzung besteht; werden sichtbare Gespräche gelöscht, rücken ältere nach. Nicht angemeldete Testläufe und fehlgeschlagene Inferenzsitzungen werden nicht gespeichert. Eine allgemeine feste Frist, nach der Eingaben und Ausgaben normaler Schnittstellenaufrufe gelöscht werden, ist dort nicht genannt.
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Der Zugriff auf Model Studio wird über das Alibaba-Cloud-Hauptkonto, RAM-Nutzer, Arbeitsbereiche, Rollen und Richtlinien gesteuert. Verwalter eines Arbeitsbereichs und entsprechend berechtigte Nutzer können Ressourcen, Anwendungsdaten und gegebenenfalls eingeschaltete Inferenzprotokolle einsehen.
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Model Studio wird überwiegend nach Verbrauch abgerechnet - Eingabe- und Ausgabemenge, Stapelverarbeitung, Bild-, Ton- und Videonutzung, Modellanpassung, Modellbereitstellung, reservierte Kapazität, Log Service und weitere Cloud-Dienste. Standard ist die Abrechnung nach Verbrauch, daneben gibt es kostenlose Startkontingente, Kontingentpläne, Sparpläne und reservierte Kapazität. Die Größenordnung reicht von Bruchteilen eines US-Dollars je Million Wortbausteine bei kleinen Modellen bis zu mehreren US-Dollar bei leistungsfähigeren Modellen; Bild, Video, Ton, Modellanpassung und reservierte Kapazität liegen deutlich darüber.
Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.