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Buchhaltung

Aus dem gelebten Ablauf eine Monatsabschluss-Checkliste machen

Eine Checkliste mit Arbeitsschritt, Zuständigkeit, Termin, benötigter Unterlage und Prüfpunkt — und einer sichtbaren Markierung an jeder Stelle, die intern nie entschieden wurde.

Darf rein — Datenampel für diese Aufgabe Eine Stunde — Einmal einrichten oder einmal ausprobieren, dann läuft es. Geprüft am 11. August 2026

So läuft es heute

Der Abschlussablauf steht in einer Liste von vor zwei Jahren, in ein paar Mails und ansonsten in den Köpfen von zwei Leuten. Solange alle da sind, funktioniert das. Fällt eine Kollegin im sechsten Arbeitstag aus, fehlt plötzlich ein Zwischenschritt, den nie jemand aufgeschrieben hat — und niemand weiß, worauf der nächste Schritt eigentlich wartet.


So gehst du vor

  1. Zusammentragen, was tatsächlich passiert

    Gib die alte Checkliste, Notizen und die Aufgaben hinein, die dir einfallen. Kennzeichne dabei selbst, was wirklich gemacht wird und was nur jemand einmal vorgeschlagen hat. Diese Unterscheidung kann dir niemand abnehmen.

  2. Tabelle verlangen — mit sichtbaren Löchern

    Arbeitsschritt, zuständig, Termin, benötigte Unterlage, Kontrolle, Ergebnis und Ablage. Alles, was du nicht angegeben hast, bleibt als [FEHLT] stehen, statt still ergänzt zu werden. Diese Markierungen sind das eigentliche Ergebnis.

  3. Alte Schritte gegenprüfen

    In jeder gewachsenen Liste steht ein Schritt, den es nicht mehr gibt — eine Abstimmung mit einer verkauften Tochtergesellschaft, ein Bericht, den niemand mehr liest. Verlang ausdrücklich, dass solche Punkte nicht als aktuell dargestellt werden, solange du sie nicht bestätigt hast.

  4. Die Lücken im Team schließen

    Geh die Tabelle mit den Leuten durch, die die Schritte ausführen. Jedes [FEHLT] ist eine Frage: Wer macht das, bis wann, und woran erkennt man, dass es fertig ist? Das ist das Gespräch, das die Liste erst brauchbar macht.


Warum das überhaupt lohnt

Den Abschluss kannst du. Das Problem ist nicht das Wissen, sondern dass es nicht aufgeschrieben ist — und das Aufschreiben kostet einen Nachmittag, den im Abschlussmonat niemand hat.

Was hier hilft, ist die erste Fassung. Sie ist schnell da und in genau dem Zustand, in dem sie nützlich wird: mit Löchern. Jedes [FEHLT] ist eine Frage, die ihr im Team ohnehin klären müsstet, nur jetzt und schriftlich statt im nächsten Krankheitsfall.

Der Wert liegt nicht im Dokument. Er liegt darin, dass zum ersten Mal jemand fragt, worauf Schritt sieben eigentlich wartet.

So gehst du vor

Trenn beim Hineingeben, was tatsächlich passiert, von dem, was passieren sollte. Wer beides in einen Topf wirft, bekommt eine Wunschliste zurück und merkt es nicht.

Verlang die Markierung fehlender Angaben ausdrücklich. Ohne diese Anweisung werden Zuständigkeiten und Fristen ergänzt, weil sie irgendwo hingehören — und sie sehen dann genauso aus wie die, die du selbst angegeben hast.

Nimm dir die alte Liste vor und frag bei jedem Punkt: Machen wir das noch? In gewachsenen Abläufen steht immer mindestens ein Schritt, der seit Jahren tot ist und den trotzdem alle abhaken.

Zum Schluss gehst du die Tabelle mit den Leuten durch, die die Arbeit machen. Das ist keine Formalie, sondern der Teil, in dem aus einem Entwurf eine Checkliste wird.

Was dabei schiefgehen kann

Der teuerste Fehler ist die Kontrolle, die niemand ausführt. Sie steht dann in eurer Liste, sie steht womöglich in eurer Verfahrensdokumentation, und in dem Moment, in dem jemand nachfragt, ist die Antwort peinlich. Nimm lieber eine Kontrolle weniger auf und die dafür ehrlich.

Der zweite ist der erfundene Zwischenschritt. Er klingt vernünftig, er passt in den Ablauf, und er stammt aus keinem eurer Dokumente. Prüf jede Zeile gegen das, was du hineingegeben hast.

Der dritte betrifft die Vertretung, für die das Ganze gedacht ist. Wenn ein Schritt nur verständlich ist, weil du weißt, was gemeint ist, ist er nicht fertig. Lies die Liste einmal als jemand, der den Abschluss noch nie gemacht hat.


Was du dabei hineingeben darfst

Darf rein

Im Werkzeug, für das dein Haus unterschrieben hat, darf der Ablauf hinein, wie er ist — mit Namen, Terminen, Systembezeichnungen und echten Zahlen. Dafür ist der Vertrag da, und ohne diese Angaben wird die Checkliste am Ende nicht brauchbar. Weißt du nicht, ob euer Werkzeug freigegeben ist, kommst du hier trotzdem weit: Ein Ablauf lässt sich fast vollständig mit Rollenbezeichnungen beschreiben — „Buchhaltung", „Einkauf", „kaufmännische Leitung" — und ohne Beträge. Systemnamen und Kontonummern lässt du dann weg.


Wo es danebenliegt

Der wertvollste Abschnitt der Seite — nicht das Kleingedruckte.

  • Ein Schritt, der logisch klingt, kann bei euch schlicht nicht stattfinden. Der Entwurf beschreibt dann einen Ablauf, den es nicht gibt — und liest sich dabei besser als der echte.
  • Welche Kontrolle nur auf dem Papier steht und welche wirklich jemand macht, ist von außen nicht erkennbar. Genau diese Unterscheidung ist aber der ganze Zweck der Liste.
  • Abhängigkeiten zu Lohnbuchhaltung, Warenwirtschaft oder Controlling fehlen, wenn du deren Termine nicht mitgibst. Die Liste sieht dann vollständig aus und ist es nicht.
  • Eine ordentlich formatierte Tabelle lässt einen unordentlichen Prozess seriöser aussehen, ohne ihn zu verbessern.

Zum Kopieren

Die eckigen Klammern ersetzt du durch deine Angaben. Der Qualitätscheck darunter gehört dazu — ein Prompt ohne Prüfung ist keiner.

Aus Notizen eine Monatsabschluss-Checkliste bauen

Eine Tabelle mit Arbeitsschritt, Zuständigkeit, Termin, Unterlage, Kontrolle und Ablage — und einer sichtbaren Markierung an jeder Stelle, die intern nie entschieden wurde.

Zum Loslegen:

Erstelle aus meinen Notizen eine Monatsabschluss-Checkliste.

Spalten:
Arbeitsschritt | Zuständig | Termin | Eingangsdaten | Kontrolle |
Ergebnis/Ablage | Offene Angabe

Ergänze keine Schritte, Zuständigkeiten, Termine oder Kontrollen, die ich
nicht genannt habe. Markiere fehlende Informationen als [FEHLT: …].

Notizen:
[NOTIZEN]

So sieht das ausgefüllt aus — Namen erfunden:

Erstelle aus meinen Notizen eine Monatsabschluss-Checkliste.

Spalten:
Arbeitsschritt | Zuständig | Termin | Eingangsdaten | Kontrolle |
Ergebnis/Ablage | Offene Angabe

Ergänze keine Schritte, Zuständigkeiten, Termine oder Kontrollen, die ich
nicht genannt habe. Markiere fehlende Informationen als [FEHLT: …].

Notizen (Namen und Angaben frei erfunden):
- Bank bis zum zweiten Arbeitstag buchen, zuständig ist Lea.
- Offene Lieferantenrechnungen kommen von Jonas aus dem Einkauf.
  Ein fester Termin ist nicht dokumentiert.
- Reisekosten sollen vor dem Abschluss vollständig sein. Zuständigkeit unklar.
- Vertragsliste für wiederkehrende Abgrenzungen: Mehmet.
- Rückstellungen werden mit der kaufmännischen Leitung besprochen,
  Termin unklar.
- Das Lager schickt eine Bestandsmeldung. Wer sie mit dem Vorsystem
  abstimmt, ist nicht notiert.
- Lea erstellt die Ergebnisübersicht, die Leitung gibt den Abschluss frei.
- Wo die unterschriebene Checkliste abgelegt wird, weiß ich nicht.
- In der alten Liste steht „Intercompany abstimmen". Die
  Konzerngesellschaft gibt es seit zwei Jahren nicht mehr.

Für den Alltag, mit mehr Kontext:

Du hilfst einem Buchhaltungsteam, seinen tatsächlich gelebten
Monatsabschluss zu dokumentieren. Du beschreibst nicht, wie ein
Monatsabschluss üblicherweise abläuft.

Rahmen:
[RAHMEN]

Vorhandene Notizen:
[NOTIZEN]

Arbeite so:
- Stelle zuerst höchstens drei Rückfragen.
- Erfinde keine Zuständigkeiten, Termine, Kontrollen oder Systeme.
- Markiere fehlende Angaben als [FEHLT: …].
- Trenne ausdrücklich Ist-Ablauf und Verbesserungsvorschlag.
- Zeige, welcher Schritt auf welchen Eingang wartet.
- Formuliere jeden Schritt so, dass eine Vertretung ihn ohne Zusatzwissen
  ausführen kann.
- Stelle keinen Schritt als bestehende Kontrolle dar, den ich nicht als
  solche genannt habe.
- Behandle Schritte aus alten Listen nicht als aktuell, solange ich sie
  nicht bestätigt habe.

Ausgabe:
1. Checkliste als Tabelle
2. Offene Zuständigkeiten
3. Fehlende Termine
4. Ungeklärte Abhängigkeiten
5. Verbesserungsvorschläge, klar als Vorschläge gekennzeichnet

Bevor du das Ergebnis benutzt:

  • Ist jede unbekannte Angabe sichtbar markiert — oder wurde sie still ergänzt?
  • Steht eine Zuständigkeit in der Tabelle, die ich nicht genannt habe?
  • Wird der alte Intercompany-Schritt fälschlich als aktueller Schritt geführt?
  • Sind Ist-Ablauf und Vorschläge klar getrennt?
  • Ist erkennbar, welcher Schritt auf welchen Eingang wartet?
  • Hat jede Kontrolle einen überprüfbaren Nachweis — oder klingt sie nur gut?
  • Könnte eine Vertretung damit arbeiten, ohne jemanden zu fragen?

Nicht verwenden für: Eine ungeprüfte Verfahrensdokumentation. · Das Erfinden eines Sollprozesses ohne das Team. · Die Freigabe des Monatsabschlusses selbst. · Interne Originalunterlagen in einem Werkzeug, von dem du nicht weißt, ob es freigegeben ist.


Womit du das machst

Die Aufgabe braucht: Texte verstehen und schreiben · Dateien hochladen und auswerten. Das ist die Grundausstattung — praktisch jedes ernstzunehmende Chatwerkzeug kann das.

  • ChatGPT

    Hat euer Haus ein Firmenkonto, darfst du damit arbeiten — mit Vertrag und ohne Training. Free, Go, Plus und Pro bleiben dagegen Privatkonten, auch wenn die Firma die Rechnung zahlt.

    Darf rein

  • Claude

    Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, ohne Training. Free, Pro und Max bleiben Privatkonten, auch wenn die Firma zahlt. Besprechungen mitschreiben kann es nicht.

    Darf rein

  • DeepSeek

    Ein kostenloses Chatfenster aus China, das erstaunlich viel kann. Widersprich zuerst dem Training — danach ja, aber ohne Namen und Beträge: Einen Vertrag mit deinem Arbeitgeber gibt es nicht.

    Erst unkenntlich machen

  • Gemini

    Läuft Gemini über das Google-Workspace-Konto deiner Firma, darfst du damit arbeiten: Vertrag da, kein Training. Free, AI Plus, Pro und Ultra sind Privatkonten — auch wenn die Firma die Rechnung zahlt.

    Darf rein

  • Microsoft 365 Copilot

    Das Chatwerkzeug, das eure eigenen Mails, Dateien und Besprechungen kennt — und mit echten Kundennamen und Zahlen benutzt werden darf. Bestellen muss es die IT, allein bekommst du es nicht.

    Darf rein

  • Microsoft Copilot

    Kostenlos und längst auf deinem Rechner. Mit dem Arbeitskonto angemeldet darfst du Firmenunterlagen hineingeben — und es kostet weiterhin nichts. Mit dem Privatkonto rät Microsoft selbst davon ab.

    Darf rein

  • Qwen (Qwen Studio, früher Qwen Chat)

    Ein kostenloses Chatfenster aus dem Alibaba-Konzern. Es kann viel — für betriebliche Unterlagen fehlt die Grundlage: kein Vertrag, kein Schalter gegen das Training, Verarbeitung in Singapur und China.

    Bleibt draußen

  • Vibe (früher Le Chat)

    Hat euer Haus ein Team- oder Enterprise-Konto, darfst du damit arbeiten: mit Vertrag, Anbieter in Frankreich. Free und Pro bleiben Privatkonten. Heißt seit Kurzem Vibe, nicht mehr Le Chat.

    Darf rein


Nach Aktenlage geprüft. Recherche aus Anbieterunterlagen, Verträgen und Dokumentation — ohne eigenen Dauereinsatz.

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